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aktualisiert am: 23.07.2010

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Angebote zur Suchtprävention des Netzwerks Gesundheit


Hand drückt eine Zigarette im Aschenbecher aus

Unter Sucht oder Abhängigkeit versteht man ein zwanghaftes Bedürfnis nach einer bestimmten Substanz oder Verhaltensweise. Substanzen liegen nicht nur im illegalen Bereich wie z.B. Cannabis, Ecstasy oder LSD. Ein viel größeres Problem besteht bei den legalen Mitteln Alkohol, Nikotin und Medikamenten. Da die legalen Drogen eine wesentlich weitere Verbreitung haben als die illegalen, liegt der Schwerpunkt hier, Versicherte zu einem bewussten Umgang mit den legalen Suchtmitteln zu motivieren.

Nicht-Raucher-Seminare
Mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung raucht. Dabei ist bekannt, dass Rauchen der größte Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen, Diabetes und vielen Krebserkrankungen ist. Dazu belastet der blaue Dunst auch die Nichtraucher.

In Nicht-Raucher-Seminaren werden Raucher über die Risiken des Rauchens aufgeklärt. Als Grundlage werden das persönliche Rauchverhalten eingestuft, Gründe des Rauchens erörtert und die Einstellung zum Nichtrauchen geklärt. Je nach Anbieter wird der stufenweise Ausstieg vermittelt oder die Schlusspunktmethode. Alle Nicht-Raucher-Seminare vermitteln auch Strategien zur Rückfallprävention und bieten eine Nachbetreuung an.

Umgang mit Alkohol
Rund 90 % der Erwachsenen konsumieren Alkohol. Nach der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen liegt die Zahl für Personen mit riskantem Alkoholgebrauch bei 9,3 Millionen, für Personen mit schädlichem Gebrauch bei 2,8 Millionen und die für Alkoholabhängige bei 1,6 Millionen. Zu den gesundheitlichen Folgen durch regelmäßigen Alkoholkonsum zählen z.B. Erkrankungen der Leber, der Lunge, des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse, neurologische Störungen (z.B. Schlaganfall), Herz-Kreislauf- sowie verschiedene Krebserkrankungen etc. Darüber hinaus kommt es durch Alkoholeinfluss häufig zu Schädigungen Dritter, z.B. bei Verkehrsunfällen oder Arbeitsunfällen.

In Seminaren zur Reduzierung des Alkoholkonsums werden Versicherte über die gesundheitlichen Wirkungen des Alkoholverzehrs und die Wechselwirkung mit Nikotinkonsum aufgeklärt. Sie erfahren Möglichkeiten zur Reduzierung des Alkoholkonsums, erhalten Hinweise zum Umgang mit Risikosituationen und erfahren auch, wie ihr soziales Umfeld mit einbezogen werden kann.

Im Bereich Sucht engagiert sich die BAHN-BKK bei PUR, die Initiative. PUR, die Initiative beschäftigt sich mit der Auswirkung von Alkohol, Medikamten und Drogen auf die Reaktionsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit. Lesen Sie mehr zu PUR, der Initiative.