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aktualisiert am: 25.01.2012

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Mobbing am Arbeitsplatz


Mann, der sich mit der Hand an die Stirn fasst

Mobbing darf nicht mit den normalen Ärgernissen am Arbeitsplatz verwechselt werden. Nicht jede Schikane oder missglückte Scherz ist gleich eine Mobbing-Aktion. Selbst wenn jemand mal die Nerven verliert und „rumschnauzt“ ist es kein Mobbing. Eine isolierte Handlung ist noch kein Mobbing. Es muss eine Kombination von mehreren Faktoren zusammentreffen.



Einschränkung der Kommunikation
Die Betroffenen werden in ihrer Möglichkeit, sich mitzuteilen stark eingeschränkt. Ständige Unterbrechungen gehen einher mit der Androhung von Strafen (z.B. Abmahnungen). Es wird nicht mit ihnen, sondern hinter dem Rücken über sie gesprochen. Dies geht einher mit abwertenden Blicken oder Gesten, ohne das Privatleben auszusparen. Statt konkreter Aussprachen, werden lediglich Andeutungen ohne konkrete Fakten gemacht.

Einschränkung der sozialen Beziehungen
Die sozialen Beziehungen werden gekappt. Wer mit dem Mobbingopfer spricht wird gleichfalls „bestraft“. Es kommt zur Isolierung der Person. Das Opfer erfährt durch Dritte, wenn überhaupt, von Gerüchten, die verbreitet werden. Man karikiert die Person, greift politische oder religiöse Überzeugungen an, zwingt sie zu arbeiten, die nicht dem Arbeitsplatz entsprechend sind und ignoriert persönliche Entscheidungen. Ein Arbeiten in einer Sache wird unmöglich gemacht, weil es ständig persönli-cher Entscheidungen bedarf, um erfolgsorientiert zu arbeiten.

Attacken auf das fachliche Ansehen
Das Können wird herabgewürdigt und die Arbeiten entsprechen nicht mehr dem Niveau des Könnens, oder der Betroffene wird bewusst überfordert, um üble Attacken zu starten.

Körperliche Attacken
In extremen Fällen kommt es zur Androhung von körperlicher Gewalt, mit sexuellen Handlungen bis hin zu physischen oder psychischen Schäden.

Verwandte Begriffe
Der Begriff Mobbing kennzeichnet die Attacken unter Kollegen. Unter Bossing versteht man die Auseinandersetzung zwischen Chef und Mitarbeiter und Staffing bezeichnet die Angriffe auf den Vorgesetzten.

Wie viele Betroffene
Nach einer Studie aus Schweden von Heinz Leymann, dem wohl bekanntesten Mobbingforscher, liegt die Betroffenheitsquote bei 3,5%. Das bedeutet, dass jeder vierte im Verlauf eines 30-jährigen Berufslebens schon einmal Angriffen ausgesetzt war.