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Herz in Gefahr
Tipps der BAHN-BKK für einen gesunden „Motor des Lebens“
Das Herz ist Motor des Leben. Trotzdem belasten wir es durch Rauchen, fettes Essen, Stress oder zu wenig Bewegung. Dabei ist ganz einfach, was dem Herzen hilft: Eine gesunde Lebensweise.
„Ihr Blutdruck ist erhöht“, sagt Doktor Arends. „160/100“. Steigt der Druck in den Arterien auf einen systolischen Wert von über 140 mmHg und einen diastolischen von über 90 mmHg, hat dies Krankheitswert. Bluthochdruck schädigt die Gefäße und überlastet das Herz. „Eines der Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall“, meint der Hausarzt. Klaus Werzig wird unruhiger.
Der Doktor Arends ist gründlich. „Rauchen Sie?“ Disponent Werzig hat vor Jahren aufgehört. Zum Glück. Denn Nikotin führt zu einem Hormonausstoß im Körper und zu höherer Belastung. Und Kohlenmonoxid im Rauch behindert den Sauerstofftransport und zwingt das Herz, mehr zu arbeiten.
Bewegung ist das A und O
„Haben Sie ausreichend Bewegung?“ „Ich bin Büromensch“, antwortet Mittvierziger Merzig. Und Sport war ihm schon in der Schule ein Gräuel. „Mäßige und regelmäßige Bewegung ist das A und O“. Dr. Arends schaut streng. „Das trainiert den Herzmuskel. Der wird stärker und leistet mehr mit gleicher Energie.“ Ausdauersportarten sind günstig, also Joggen, Radfahren, Schwimmen, Wandern. Und nicht zu viel Ehrgeiz, vor allem am Anfang. „Für Bewegungsmuffel“, sagt der Hausarzt, „sind zwei Mal täglich zwanzig Minuten spazieren gehen ein guter Anfang.“
Genuss mit Mittelmeerküche
Es geht auf die Waage. 98 Kilo bei 1 m 88. Zu viel, das weiß Merzig. „Ich esse gern Deftiges.“ Das erhöht die Cholesterinwerte, den Blutfettgehalt. Der Körper braucht Cholesterin, etwa um Hormone zu bilden. 80 Prozent produziert er selbst, 20 Prozent nimmt er über tierische Nahrung auf: Fleisch, Würste, Vollmilch, Sahne usw. Überschüssiges Cholesterin, genau gesagt das „böse“ LDL-Cholesterin, begünstigt Arteriosklerose. „Fettartige Stoffe lagern sich an den Wänden der Blutgefäße, diese verhärten. Die Arterien verstopfen langsam, das Herz muss gegen einen größeren Widerstand pumpen.“
„Ich muss also auf Liebgewonnenes verzichten?“ Wohin er in den Urlaub fahre, fragt der Arzt. Spanien oft, Italien. Wo viel Sonne ist. „Dann kennen Sie die Mittelmeerkost“, meint Doktor Arends. "Die halbiert Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden.“ Mittelmeerkost klingt besser als Verzicht. Viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Salat, Olivenöl statt Butter, Sahne und andere tierische Fetten, eher Fisch als Fleisch.
„Ihre Krankenkasse unterstützt Sie gerne mit Ernährungsprogrammen“, sagt der Hausarzt. Werzig erinnert sich. Beim Gesundheitstag im Betrieb haben die von der BAHN-BKK was vorgestellt. „Fit4life“ oder so war das Motto. Da wird er im Internet nachschauen.
Wein in Maßen
„Trinken Sie Alkohol?“ Klaus Werzig hebt abwehrend die Arme: „Ich weiß, Herr Doktor, kein Alkohol.“ „Ganz im Gegenteil“, antwortet der. „Eine französische Studie stellte in den Neunzigern fest, dass die Franzosen vergleichsweise weniger Herzinfarkte bekommen, obwohl sie beträchtliche Mengen an tierischen Fetten konsumieren. Der Grund: "Sie trinken Rotwein.“ „Das kann ich guten Gewissens tun?“- „Ein großes Glas täglich ist drin, bei einem Mann Ihrer Größe.“
Positive Gefühle
„Nehmen sie sich die Dinge zu Herzen?“ Der Hausarzt zitiert den Psychokardiologen Dr. Jochen Jordan. Der sagt, auf Dauer bewirken vor allem Feindseligkeit, Depressivität, Überforderung, Angst und Ärger eine Herzschädigung. Umgekehrt lässt sich das Herz auch durch positive Gefühle beeinflussen. Ein soziales Netz mit Wertschätzung, Vertrauen, Anerkennung und Hilfsbereitschaft mindert den negativen Stress. „Wenn ich also Sorgen und Ärger nicht in mich reinfresse oder meine Frau sagt, dass sie mich liebt...“ „Genau“, lacht der Arzt.
Risiko Vererbung
„Gab es in Ihrer Familie – bei Großeltern, Eltern, Geschwistern und Kindern Herz-Kreislauf-Erkrankungen?" Merzig verneint. „Untersuchungen haben eine erbliche Veranlagung für koronare Herzerkrankung festgestellt.“ Dieser Risikofaktor ist nicht beeinflussbar, wohl aber andere.
„Was werden Sie tun?“ Der Hausarzt lässt nicht locker. Merzig lacht. „Mittelmeerkost und Rotwein, das hat mich angesprochen. Und dass Spazieren gehen reicht schon. Und auch“, – er wird nachdenklich. „dass ich meine Sorgen anderen mitteile.“
„Es ist ganz einfach“, sagt Doktor Arends beim Rausgehen. „Tun Sie das, was Ihre Gesundheit fördert“.
Versicherte der BAHN-BKK können sich bei InfoMedicus, der Gesundheitshotline der BAHN-BKK beraten lassen. Vertraulich natürlich. Das Fachpersonal der Gesundheitshotline der BAHN-BKK gibt Auskunft zu allen Gesundheitsfragen. Rund um die Uhr, das ganze Jahr.
