Navigation überspringen (Zugangstaste 1)
Metanavigation:

|||
|||  Anmelden
|||  Newsletter
Zu den Inhalten (Zugangstaste 3)
 Servicenummer
0800 22 46 255
0800 BAHN-BKK
aktualisiert am: 25.01.2012

Anfang Inhaltsbereich:

„Rückenleiden, eine Volkskrankheit – was beugt vor, was hilft?“

Ursachen für Rückenleiden

Frau wird am Rücken massiert

Rückenschmerzen sind ein unter den Deutschen weitverbreitetes Phänomen. Sie sind der zweithäufigste Grund für einen Arztbesuch und führen zu vielen Krankschreibungen. Sie haben dabei grobgesprochen zumeist zwei Ursachen, zum einen eine einseitig Überbeanspruchung des Rückens, zum andere die Unterforderung. Die Arbeit am Computer, die Erholung vor dem Fernseher, unterwegs mit Auto oder Bahn stets sitzt man und der Rücken wird unterbeansprucht, wodurch diese inzwischen die häufigster Ursache für Rückenleiden ist. Dabei ist die Sitzhaltung selbst zumeist eine ungesunde Haltung. Dies führt dazu dass sich der Körper anpasst und die Rückenmuskulatur sich zurückbildet und die Brustmuskulatur sich verkürzt. Kommt es nun zu einer Beanspruchung des Rücken, treten schnell Verkrampfung auf. Weiterhin sind die Muskeln nicht mehr in der Lage das Skelett zutragen, was zu einer stärkeren Belastung der Wirbelsäule und zu einer schnelleren Abnutzung dieser führt. Sowohl die Muskelverkrampfungen als auch die Folgen der Verkrampfungen führen zu Schmerzen.

Erkrankungen und Verknöcherung
Weitere Ursachen sind Erkrankungen und altersbedingte Abnutzungserscheinungen. Osteoporose, Rheuma und Arthrose können Rückenschmerzen auslösen, die dann häufig mit Medikamenten über lange Zeit wenn nicht gar ständig behandelt werden müssen. Auf operative Eingriffe an der Wirbelsäule wird zunehmend verzichtet, da die Gefahr dass es nach der Operation zu weiteren chronischen Schmerzen kommt zu hoch ist. Sie gilt als letzte Mittel, falls die Erkrankungen im Zusammenhang mit schweren Funktionsstörungen stehet. Auf die Abnutzung der Bandscheiben reagiert die Wirbelsäule mit der Bildung sogenannter Osteophyten. Diese Verknöcherungen führen zu einer eingeschränkten Beweglichkeit der Wirbelsäule. Dies führt zu einer stärkeren Belastung der anderen Segmente der Wirbelsäule und deren Abnutzung, was wiederum Schmerzen auslösen kann.

Der Bandscheibenvorfall
Die Bandscheibe ist ein mit einem gallertartigen, wasserreichen Kern ausgestatten Gewebe, welches als Stoßdämpfer für die einzelnen Wirbeln dient. Sie nutzt sich mit den Jahren ab und bei einseitiger Belastung besteht die Gefahr, dass durch diesen Druck der Kern verrutscht bzw. verformt wird. Wenn sich die Bandscheibe so verändert, wird von einem Bandscheibenvorfall gesprochen. Der Berühmteste Bandscheibenvorfall ist der „Hexenschuss“. Dabei sind nicht alle Bandscheibenvorfälle mit Schmerzen verbunden. So fragte ein Ratsuchender nach diagnostizierten Vorfall ohne Schmerzen nach, ob er sich wie sein Arzt meinte, keine Sorgen machen müsse. Unser Experte bejahte und verwies darauf, dass man davon ausgehen kann, das 50% der 50jährigen, 60% der 60jährigen etc. einen erheblichen Bandscheibenvorfall aufgrund der Abnutzungserscheinung im Röntgenbild aufweisen. Dies kann damit auch eine Ursache von Fehldiagnosen sein. Bandscheibenvorfälle sind nämlich nur dann mit Schmerz verbunden, wenn es durch die Verlagerung der Bandscheibe zum Druck auf die Nerven kommt. Die Bandscheibe selbst besitz keine Nerven. Durch diesen Druck kann der Schmerz sich entsprechend des gereizten Nervs auf weite Teile des Körpers ausstrahlen. Hier sei der Ischias-Nerv genannt, der in Verbindung mit einen Bandscheibenvorfall zu chronischen Rückenschmerzen bis in die Beine führen kann.

Dehydrierte Bandscheibe
Durch hohe Belastung, im Besonderen im Lendenwirbelsäulenbereich kommt es zum Verlust von Flüssigkeit in der Bandscheibe und somit zu Verformung dieser. Hier sind Entspannungsübungen, Massagen und Wärme zu empfehlen. Zusätzlich sollten vorsichtig Muskelkräftigende Übungen, z.B. im Liegen, durchgeführt werden. Denn für die Bandscheibenvorfällen gilt im gewissen Grad das, was allgemein für Rückenschmerzen gilt, sie nicht nur eine Erscheinung der natürlichen Abnutzung, sondern diese wird durch falsche Haltung und Unterbelastung verstärkt. Die Muskulatur kann die Haltung des Rückens nicht mehr unterstützen und der Druck auf die Bandscheiben verstärkt sich.

Lesen Sie hier mehr zu den Massnahmen bei Rückenleiden.