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Autogenes Training: Kraft von innen!
„Meine Arme und Beine sind ganz schwer.“ „Meine Arme und Beine sind ganz warm.“ Mit diesen Sätzen beginnt es, das autogene Training. Neben so manchen Modebegriffen, wie Zen-Meditation, Power-Yoga oder Kinesiologie, klingt es – zugegeben – schon etwas unspektakulär. Völlig zu unrecht, denn diese Entspannungstechnik ist nicht nur hoch effizient, sie ist auch leicht zu erlernen und kann problemlos in den (Berufs-)Alltag integriert werden.
Üben aus dem Selbst
Die psychotherapeutische Selbstentspannungstechnik wurde 1932 vom Berliner Nervenarzt Johannes H. Schultz entwickelt. Wie schon der Name sagt, geht es darum, autogen zu trainieren, also aus dem Selbst heraus zu üben. Man versetzt sich in eine Art Selbst-Hypnose, die in verschiedenen Lebenssituationen einsetzbar ist und ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung herstellen soll. Die Übungen können stressbedingte Spannungszustände lösen und so den daraus folgenden gesundheitlichen Störungen vorbeugen. Gerade für Menschen, die sich nicht so gut bewegen können, ist das Autogene Training eine gute Methode, da nur das Gehirn arbeiten muss.
Abschalten, loslassen, erholen
Dreimal täglich fünf Minuten abschalten, loslassen, erholen. Kurz gesagt ist das der Sinn und Zweck des Autogenen Trainings. Durch Konzentration lässt sich ein Zustand der körperlichen und geistigen Entspannung herbeiführen, der dem Zustand des Einschlafens ähnlich ist. Man unterscheidet zwischen Grund- oder Unterstufe und Oberstufe. Hauptziel der Übungen der Grundstufe ist die Beeinflussung von körperlichen Vorgängen. Dabei geht es immer darum, mit Hilfe von positiven Formeln einen bestimmten Körperteil und später den ganzen Körper zu entspannen. Ganz wichtig ist es, dass der Übende seine eigenen Sätze und Formeln findet, mit denen er die gewünschten Entspannungszustände erreichen will. Diese Formeln werden dann in Gedanken ausge-sprochen, man kann sie sich aber auch vorsagen. Während der Übungen versucht man, sich ausschließlich auf den eigenen Körper zu konzentrieren.
Neue Lösungsansätze finden
Beherrscht man alle Teile der Grundstufe, so kann man zur Oberstufe übergehen. Bei ihr werden erweiterte Vorsatzformeln („Ich will…-Sätze“), Vorstellungen und Bilder eingesetzt, die das bewusste Nachdenken über selbst gewählte Lebenssituationen und auch die Selbsterkenntnis fördern. Der Übende kann sich in verschiedenste Szenen hineinversetzen und diese real erleben. So kann er sich selbst in die Lage bringen, Probleme aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und neue Lösungen zu finden.
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