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aktualisiert am: 25.01.2012

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BAHN-BKK setzt sich für neue Arzneimittelvertriebswege in Deutschland ein


(jg) Die BAHN-BKK setzt sich gemeinsam mit einigen anderen Betriebskrankenkassen für neue, kostengünstige und kundenfreundliche Vertriebswege für Arzneimittel in Deutschland ein. Denkbar wären Versandapotheken nach Schweizer Vorbild. Die BAHN-BKK sieht in den neuen Vertriebswegen neben einer weiteren Verbesserung des Services ein deutliches Einsparpotential.

Die Ausgaben für Arzneimittel sind trotz Budgetierung und Festbetragsregelungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Allein 1999 hat die BAHN-BKK mehr als 443 Mio. DM für Arzneimittel ausgegeben, 1998 waren es noch 400 Mio. DM. Ein wesentlicher Faktor der Arzneimittelkosten ist der Vertriebsweg, der allein etwa 40 Prozent (ohne Mehrwertsteuer) der Kosten verursacht. Damit hat Deutschland das teuerste Vertriebssystem in Europa.

Grundvoraussetzungen für die Zulassung eines qualifizierten Versandhandels mit Medikamenten in Deutschland sind für die BAHN-BKK datenschutz- und verbraucherschutzrechtliche Regelungen. So sollte etwa der Vertrieb verschreibungspflichtiger Arzneimittel auf das ”Empfängerlandprinzip” abgestellt werden, damit die deutschen Zulassungs- und Abgabebestimmungen gelten.

Bei einer Versandapotheke nach Schweizer Vorbild schicken Patienten ihr Rezept per Post an die Apotheke und erhalten innerhalb von vier Tagen die entsprechenden Medikamente. Gerade für chronisch Kranke wäre die Versandapotheke eine interessante Alternative. Es könnten etwa 10 - 15 Prozent - so die Schweizer Erfahrungen - eingespart werden.


Presseinformation vom 19. Oktober 2000