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Qualitätsstandards bei „Hausarztmodellen“ erforderlich
BAHN-BKK warnt vor möglichen Nachteilen für Versicherte
Frankfurt / Main (jg). Der derzeit diskutierte Wegfall von Praxisgebühren, den einige Krankenkassen in Kürze gewähren wollen, ist für die BAHN-BKK eine Marketingidee, die zu einer unnötigen Verunsicherung der Versicherten führt.
Grundlage der Überlegungen ist das „Hausarztmodell“, genauer die hausarztzentrierte Versorgung. Hierbei verpflichten sich die Versicherten für mindestens ein Jahr, bei jeder Arztbehandlung - mit Ausnahme des Zahnarztes – zuerst zum Hausarzt zu gehen, der dann eine entsprechende Überweisung ausstellt. Jede Krankenkasse kann ihren Kunden individuell einen Bonus gewähren – in den Medien wird derzeit ein Betrag von 40 Euro genannt.
Vorstand und Verwaltungsrat der BAHN-BKK diskutieren seit Jahren die Vor- und Nachteile des Hausarztmodells für die Versicherten der BAHN-BKK. Vor dem Hintergrund, dass im Bereich der Hausärzte ein anerkannter Weiterbildungsbedarf besteht, der die Krankenkassen jährlich zwischen 28,5 und 31,5 Mio. Euro kostet, setzt die BAHN-BKK auf Vertrauen und Qualität. Sie wird deshalb den Versicherten dieses Modell zunächst nicht mit einem Bonus anbieten.
Die BAHN-BKK setzt sich seit Jahren aktiv für hohe Qualitätsstandards in der ärztlichen Behandlung ein. Ein Beispiel dafür sind die strukturierten Behandlungsprogramme für chronisch Kranke, die die BAHN-BKK seit 2003 unter „BAHN-BKK MedPlus“ sehr erfolgreich anbietet. Gleichzeitig können Versicherte nach einem Jahr Teilnahme für die restliche Programmdauer von 80 Prozent aller Zuzahlungen mit Ausnahme der Praxisgebühr befreit werden. Das ist im Einzelfall ein deutlicher finanzieller Vorteil und stützt den Gedanken, chronisch Kranke qualitätsgerecht zu versorgen.
Presseinformation vom 12. Mai 2004
