26.03.2020

Expertenchat: Schluss mit dem Rauchen

Sie möchten Ihrer Gesundheit zuliebe mit dem Rauchen aufhören – aber es erscheint Ihnen fast unmöglich oder macht Ihnen Angst? Das ist ganz normal: Raucherinnen und Raucher leben mit einer ausgewachsenen Sucht, die nur schwer zu besiegen ist. Hinzu kommen jahrelange Gewohnheiten, wo zur Zigarette gegriffen wird. Wie macht man sich Mut? Wie bereitet man sich gut vor und wie sieht eine gute Strategie für einen erfolgreichen Rauchstopp aus? Unser Experte berät Sie am 6. April in unserem Expertenchat ab 20.30 Uhr.

Unser Experte
Thomas Leitert hat zusammen mit zertifizierten Rauchfrei-Trainern, Psychologen, Lungenärzten, Soziologen, Sozialarbeitern und Entwicklern von Computerspielen die wissenschaftlich evaluierte und zertifizierte Online-Gruppenverhaltenstherapie zur Raucherentwöhnung SQUIN entwickelt. Er ist Gründer sowie seit 2012 geschäftsführender Gesellschafter der SQUIN – Smoke quit, win GmbH (www.squin.de). 
   
  
Vorab-Interview mit dem Experten
  
Viele Raucherinnen und Raucher wünschen sich, von ihrer Sucht loszukommen. Mehr als zwei Drittel haben es in der Vergangenheit bereits ein- oder mehrmals erfolglos versucht. Was macht das Aufhören so schwer?
 
Beim Aufhören haben Raucher im Grunde zwei unterschiedliche Herausforderungen zu meistern. Als erstes kommen die sogenannten „Entzugserscheinungen“. Zum einen ist wichtig zu wissen, dass nur ca. 50% der Ex-Raucher überhaupt irgendwelche Entzugserscheinungen spüren. Und zum anderen sind diese völlig harmlos und hören nach spätestens ein bis zwei Wochen wieder auf. Die zweite und aus unserer Sicht größere Herausforderung sind die sogenannten „gelernten kognitiven Verankerungen“ in unserem Gehirn. Jeder Raucher und Ex-Raucher kennt das. Wir trinken eine Tasse Kaffee, ein Glas Wein oder Bier und denken „jetzt würde eine Zigarette gut dazu passen“. Oder man ist mit Freunden zusammen oder hat Stress und denkt das gleiche oder die berühmte „Zigarette danach“. Die kognitiven Verankerungen im Gehirn müssen wieder aufgelöst werden und das geht nicht von heute auf morgen.
 
Wie – unter welchen Voraussetzungen und mit welcher Methode – gelingt der Rauchstopp?
 
Die Frage geht schon in die richtige Richtung. Zum Rauchstopp gelangt man nicht über Reduktion, sondern nur über die Schlusspunktmethode.
 
Mit welchen Entzugserscheinungen muss ich rechnen, welche können auftreten? Wie gehe ich damit um?
 
Wie gesagt, nicht jeder hat überhaupt Entzugserscheinungen, dann sind sie völlig harmlos und sind nach ein bis zwei Wochen vorbei. Beim Entzug vom Nikotin kann es zu Nervosität, Kopfschmerzen und Unwohlsein kommen. Dabei handelt es sich um Begleiterscheinung der Entgiftung.

Wann kann jemand sagen: "Geschafft, ich bin Nichtraucher"!
 
Ich denke, wenn jemand ca. zwölf Monate rauchfrei ist, kann er sagen: „Geschafft, ich bin Nichtraucher“.
 
Das Team der BAHN-BKK berät Sie gerne. Sie erreichen uns täglich von 8 bis 20 Uhr.