Familie im Garten zu Hause

Zu Hause bleiben wegen der Corona-Pandemie

Tipps für den Tagesablauf als Familie

Der Alltag als Familie „eingesperrt“ in der eigenen Wohnung, womöglich ohne Balkon oder Garten, kann für alle Beteiligten eine ganz neue Herausforderung werden. Kommt dann noch das unvorhergesehene Arbeiten im Home-Office dazu, sind Kreativität und eine Neu-Organisation des Familienlebens gefragt.
Das Meistern dieses Ausnahmezustandes ist eine Chance als Familie zu wachsen. Nach einer Zeit der Entbehrungen wird die Rückkehr in den „normalen“ Alltag umso mehr geschätzt und die in der Not entwickelten Ideen und Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehen nicht verloren.
Neue Strukturen und Routinen helfen - zehn Tipps:
 
1. Tagesplan: Machen Sie mit Ihren Kindern gemeinsam einen Tagesplan. Visualisieren Sie den Plan mit ihren Kindern und suchen Sie beispielsweise Bilder für verschiedene Beschäftigungen und Aufgaben. Binden Sie so Ihre Kinder auch dem Alter entsprechend in Hausarbeit ein. Integrieren Sie Ihre Home-Office-Zeiten und die Home-Schooling-Zeiten der Schulkinder.

2. Kommunikation: Informieren Sie Ihre Vorgesetzten Kollegen und Ansprechpartner über die Zeiten, in denen Sie gut erreichbar sind. Und tragen Sie es, wenn möglich mit Humor, wenn trotzdem mal ein Kind im Hintergrund zu hören ist. Das macht Sie nur menschlich!

3. Akzeptanz: Akzeptieren Sie, dass Sie unter besonderen Bedingungen und Herausforderungen arbeiten müssen und eventuell nicht alles so schnell und zuverlässig beisammen haben wie Sie es gewohnt sind. Dies ist eine Ausnahmesituation. Und Sie geben Ihr Bestes.

4. Freiräume schaffen: Befinden sich beide Eltern im Haus, können Sie sich gegebenenfalls gegenseitig den Rücken freihalten. Das gilt nicht nur für die Arbeit im Home-Office, sondern auch für kleine Pausen zwischendurch. Auch das ein oder andere Medium kann hier ausnahmsweise mal Abhilfe schaffen. Erklären Sie Ihren Kindern, dass Sie nach der Krise wieder zu den gewohnten Mediennutzungszeiten zurückkehren werden.

Empfohlene Medienzeiten für Kinder (vgl. IN FORM):
  • maximal 0,5 Stunden am Tag bei Kindern unter 6 Jahren
  • maximal 1 Stunde am Tag bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren
  • maximal 2 Stunden am Tag bei Kindern ab 12 Jahren

Beispiel für empfehlenswerte Medien:
  • Sendung mit der Maus
  • Ist die Musikschule zu? Online-Musik-Unterricht oder Kinderlieder zum Mitmachen, z.B. auf YouTube Kanal von Julia Miller-Lissner: „Kindermusik vom Feinsten“

5. Emotionale Unterstützung: Erklären Sie Ihren Kindern die Situation und reden Sie offen und altersgerecht über das Corona-Virus. Besprechen Sie gemeinsam Ängste und Sorgen.
6. Home-Schooling: Das Wichtigste zuerst. Alle Kinder dieser Welt sitzen im selben Boot. Am Ende der Krise wird nicht abgefragt werden, wer am meisten gelernt hat. Vielmehr wird wichtig sein, wie Sie gemeinsam als Familie die Situation gemeistert haben. So bildet sich mentale Widerstandskraft. Versuchen Sie daher Ihren Kindern Freiräume beim Lernen zu lassen. Sie sind kein Lehrer und das ist auch in Ordnung.
7. Kreativ werden: Hat man ein Kindergartenkind zu Hause, fehlt zumeist die Versorgung mit Arbeitsmaterialien durch die Kita. Es kann aber ganz schön sein, gemeinsam am Tisch zu sitzen und zu arbeiten und zu basteln. Schon wenige Stunden nach Bekanntwerden der Kitaschließungen sind viele tolle Ideen und Bastelsammlungen in den Umlauf gebracht worden. Teilen Sie Ihre Werke mit anderen Eltern über Social Media und tauschen Sie sich aus. Freuen Sie sich über eine Menge krummer und schräger Osterdeko! Es darf ausprobiert, gematscht und geschnipselt werden. Anregungen finden Sie unter anderem hier:

8. Familie und Freunde: So schmerzlich es auch ist, Familienfeste und Verabredungen zum Spielen sind in der aktuellen Lage nicht möglich. Helfen Sie Ihren Kindern, trotzdem Kontakt zu halten. Rufen Sie doch einfach mal gemeinsam bei Oma und Opa an oder arrangieren Sie eine Familien-Videokonferenz. Oder Sie schicken ganz altmodisch einen Brief, ein gemaltes Bild oder eine Postkarte.

9. Tagebuch: Gerade älteren Kindern und Teenagern kann es helfen, in dieser besonderen Situation damit zu beginnen, ein Tagebuch zu schreiben. Dabei hilft es, sich die positiven Ereignisse des Tages vor Augen zu führen oder sich Ziele für den nächsten Tag zu setzen. Man kann aber auch ruhig mal etwas Dampf ablassen.

10. Bewegung: Arbeiten und Lernen sind sicher wichtig. Trotzdem brauchen wir aber Bewegung und frische Luft, um leistungsfähig und mental stark zu bleiben. Gehen Sie also soweit möglich regelmäßig mit Ihren Kindern an die frische Luft. Und sollte das mal nicht gehen. Alba Berlin bietet auf Youtube täglich eine Sportstunde an.
Das Team der BAHN-BKK berät Sie gerne. Sie erreichen uns täglich von 8 bis 20 Uhr.
Dies ist ein EXTRA der BAHN-BKK, das über die gesetzlichen Leistungen hinausgeht.

Elterntelefon

Ist die gesamte Familie zu Hause, können schnell Konflikte zwischen Eltern und Kindern entstehen. Wenn Sie Tipps zur Bewältigung typischer Alltagssituationen benötigen, erreichen Sie das Elterntelefon von InfoMedicus rund um die Uhr.

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