BKK MedPlus Asthma bronchiale

    Frau mit Asthmaspray in der Natur

    Asthma bronchiale ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege.  Die richtige medizinische Betreuung hilft Ihnen, Atemnot und Asthmaanfälle in den Griff zu bekommen und versetzt Sie in die Lage, ein aktives Leben zu führen. 

    Ihre Versorgung bei Teilnahme am Programm Asthma bronchiale

    Regelmäßige Behandlungsmaßnahmen bei Asthma bronchiale

    Wenn Sie am Programm BKK MedPlus Asthma bronchiale teilnehmen, soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt regelmäßig einige Behandlungsmaßnahmen durchführen:

    Was wird untersucht?Häufigkeit
    Messen des Peak Flows (= maximaler Atemstrom), um den Verlauf und Erfolg der Therapie zu kontrollieren. Individuelle Festlegung zur Anzahl der täglichen Messungen.abhängig vom individuellen Gesundheitszustand des Patienten 
    Überprüfung der korrekten Inhalationstechnik am eigenen Gerät des Patienten.bei jedem BKK MedPlus-Termin
    Ermittlung der Häufigkeit von Asthma-Symptomen aufgrund Einschätzung des Patienten und Prüfung der PEF-Protokolle. bei jedem BKK MedPlus-Termin
    Erhebung und Dokumentation eventueller Begleiterkrankungen.bei jedem BKK MedPlus-Termin
    Prüfung von Medikation (inkl. Selbstmedikation) und ggf. Anpassung und Erstellung eines strukturierten Medikationsplans.bei jedem BKK MedPlus-Termin, mindestens 1 x jährlich
    Durchführung und Dokumentation einer Lungenfunktionsmessung ab Vollendung des 5. Lebensjahres.mindestens 1 x jährlich, bei Bedarf auch wiederholt
    Welche Beratungen erfolgen?Häufigkeit
    Erstellen des individuellen Therapieplans inklusive (schriftlicher) Hinweise zum Selbstmanagement, z. B. zum Verhalten im Notfall oder vor dem Sport.mindestens 1 x, in der Regel zu Beginn der BKK MedPlus Teilnahme

    Beratung zu

    • möglichen Allergieauslösern
    • schädlichen Substanzen, z. B. Aktiv- und Passiv-Rauchen
    • Situationen und Arzneimitteln, die Asthmaanfälle auslösen
    • Tipps zum Vermeiden solcher Situationen
    mindestens 1 x, in meist zu Beginn der BKK MedPlus-Teilnahme; bei Bedarf auch wiederholt
    Empfehlung einer Schulung (u. a. zum richtigen Inhalieren, Umstellen der Lebensweise)bei jedem BKK MedPlus-Termin

    Rauchen

    • Klärung, ob der Patient raucht
    • Aufzeigen der besonderen Risiken des Rauchens
    • Motivation zum Rauchverzicht
    • Klärung der Bereitschaft zu einem Ausstiegsversuch
    • Angebot professioneller Beratungshilfe, ggf. Teilnahme aneinem strukturierten Tabakentwöhnungsprogramm
    • Aufklärung von Betreuungspersonen asthmakranker Kinder über die Risiken des Passivrauchens
    bei jedem BKK MedPlus-Termin (Vereinbarung eines Folgetermins in der ersten Woche nach Ausstiegsdatum)
    Beratung des Patienten, welche körperliche Aktivität in welchem Umfang sinnvoll ist.regelmäßig, mindestens 1 x jährlich
    Prüfung, ob eine Schutzimpfung z. B. gegen Grippeviren und Pneumokokken empfehlenswert ist.1 x jährlich
    Zusammenspiel: Körper, Psyche, Soziales: Klärung, inwieweit der Patient von psychotherapeutischen Maßnahmen profitieren kann.regelmäßig
    Überweisung an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus

    Das Behandlungsprogramm BKK MedPlus Asthma bronchiale sieht vor, Sie bei bestimmten Anlässen an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus zu überweisen:

    Wann wird überwiesen?An wen wird überwiesen?

    Bei schwerem unkontrolliertem Asthma

    • Zur Überprüfung der Indikation einer Dauertherapie mit Kortisontabletten (wegen möglicher Nebenwirkungen bei dieser Darreichungsform)
    • Bei Verschlechterung des Asthmas während einer Schwangerschaft
    • Vor einer Spezial-Therapie (z. B. mit Anti-IgE Antikörpernoder Anti-IL-5 Antikörpern)
    • Bei Verdacht auf ein berufsbedingtes (d. h. durch Gaseoder Stäube am Arbeitsplatz ausgelöstes) Asthma
    Lungenfacharzt

    In manchen Fällen

    • bei denen ein kontrolliertes Asthma trotz Basistherapie und Therapieintensivierung nicht zu erreichen ist.
    • bei Begleiterkrankungen wie z. B. COPD, chronische Rhinosinusitis.
    • vor der Einleitung einer Immuntherapie bei allergisch bedingtem Asthma.
    Lungenfacharzt

    Sofort bei einem potenziell lebensbedrohlichen Anfall.

    Sofort bei einem schweren Anfall, der sich trotz Behandlung nicht bessert.

    Krankenhaus

    In manchen Fällen

    • bei Verdacht auf eine schwere Bronchitis oder Lungenentzündung.
    • wenn bei Erwachsenen der Peak Flow unter ca. 30 % des persönlichen Bestwertes liegt oder das Sprechen wegen der Atemnot erschwert ist.
    • wenn bei Kindern und Jugendlichen der Peak Flow unter ca. 50 % des persönlichen Bestwertes liegt, sich die Beschwerden nicht durch Gabe von kurz wirkenden Beta-2-Sympathomimetika bessern, wenn das Sprechen wegen der Atemnot erschwert ist oder Herzschlag und Atmung beschleunigt sind.
    • wenn bei Schwangeren mit Asthma-Beschwerden Gefahr für das ungeborene Kind besteht
    Krankenhaus
    Versorgungsinhalte BKK MedPlus Asthma bronchiale zum Download

    Unterlagen zu Asthma bronchiale

    • Asthma-Notfallpass
    • Tagebuch Asthma
    • Lungenfunktionspass

    Sollten Sie an einer oder mehreren dieser Unterlagen Interesse haben, senden wir Ihnen diese gerne kostenfrei zu. Schicken Sie uns dafür einfach eine Nachricht über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an der kostenfreien Servicenummer 0800 22 46 255 an.

    Sie möchten am BKK MedPlus-Programm teilnehmen?

    Prüfen Sie über Arztsuche, ob Ihr Arzt am DMP-Programm teilnimmt. Sprechen Sie ihn an – er hat alle notwendigen Unterlagen für die Teilnahme. Nimmt Ihr behandelnder Arzt nicht am DMP teil, kann dies einen Arztwechsel Ihrerseits notwendig machen.