BKK MedPlus COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankungen)

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    COPD steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease (auf Deutsch: chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und fasst mehrere Krankheitsbilder zusammen. Die Lunge ist geschädigt und die Atemwege (Bronchien) sind verengt. Erkrankten fällt insbesondere das Ausatmen schwer. Die richtige medizinische Betreuung hilft Ihnen dabei, den dauerhaften Husten und die Atemnot in den Griff zu bekommen. 

    Ihre Versorgung bei Teilnahme am Programm COPD

    Regelmäßige Behandlungsmaßnahmen bei COPD

    Wenn Sie am Programm BKK MedPlus COPD teilnehmen, soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt regelmäßig einige Behandlungsmaßnahmen durchführen:

    Was wird untersucht?Häufigkeit
    Lungenfunktionsprüfung zur Bestimmung des persönlichen RisikosHalbjährlich oder jährlich
    Messung des KörpergewichtsHalbjährlich oder jährlich
    Überprüfung der korrekten Inhalationstechnik am eigenen Gerät des Patienten. Nur so ist gesichert, dass die vorgesehene Medikamentendosis in der Lunge ankommt. Deshalb bitte immer den Inhalator zum Arzt mitnehmen!bei jedem BKK MedPlus-Termin
    Bewertung des individuellen Osteoporose-Risikos und Beratung über Vorbeugemöglichkeitenmindestens 1 x jährlich
    Welche Beratungen erfolgen?Häufigkeit
    Erstellen des individuellen Therapieplans inklusive (schriftlicher) Hinweise zum Selbstmanagement, z. B. zum Verhalten im Notfall oder vor dem Sport.Prüfung bei jedem BKK MedPlus-Termin, ob eine Anpassung notwendig ist.

    Beratung zu

    • schädlichen Substanzen wie Aktiv- und Passiv-Rauchen, Staubbelastung (auch beruflich) und deren Vermeidung. 
    • Maßnahmen zur Verhütung von Infektionen. 
    • Arzneimitteln (insbesondere bei Selbstmedikation), die zur Verschlechterung der COPD führen können.
    • angemessener, kalorienreicher Ernährung (bei Untergewicht).
    mindestens 1 x, meist zu Beginn der BKK MedPlus-Teilnahme und bei Bedarf 

    Beratung zum Rauchen nach der „5-A-Strategie“: 

    • Klärung, ob der Patient raucht (ask = erheben) 
    • Aufzeigen der besonderen Risiken des Rauchens (advice = beraten) 
    • Klärung der Bereitschaft zu einem Ausstiegsversuch (assess = einigen)
    • Raucher klar und persönlich zum Aufhören motivieren (assisst = unterstützen) 
    • Angebot professioneller Beratungshilfe und Teilnahme an einem strukturierten Tabakentwöhnungsprogramm (arrange = vereinbaren)
    bei jedem BKK MedPlus-Termin (Vereinbarung eines Folgetermins in der ersten Woche nach Ausstiegsdatum)
    Empfehlung eines mindestens einmal wöchentlichen körperlichen Trainings und Information zu dessen Art und Intensitätregelmäßig

    Berücksichtigung der psychosozialen Situation. Bei Bedarf erfolgt: 

    • Überprüfung, ob Patient von psychotherapeutischen Leistungen profitieren kann. 
    • die Einbeziehung von Bezugs- und/ oder Betreuungs-personen. 
    • ein Hinweis auf organisierte Selbsthilfe.
    regelmäßig
    Prüfung, ob eine Schutzimpfung empfehlenswert ist.bei jedem BKK MedPlus-Termin
    Erstellung eines Medikamentenplanes bei dauerhafter Einnahme von mindestens 5 Medikamentenmindestens 1 x jährlich
    Empfehlung einer Schulung (u.a. zum richtigen Inhalieren, Umstellen der Lebensweise)mindestens 1 x, meist zu Beginn der BKK MedPlus-Teilnahme und bei Bedarf
    Überweisung an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus

    Das Behandlungsprogramm BKK MedPlus COPD sieht vor, Sie bei bestimmten Anlässen an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus zu überweisen:

    Wann wird überwiesen?An wen wird überwiesen?
    Bei unzureichendem Therapieerfolg trotz intensivierter Behandlung.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Vor Beginn einer aufgrund der Schwere der Erkrankung in Betracht zu ziehenden Langzeittherapie mit Kortisontabletten.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Nach einer Notfallbehandlung wegen eines Atemnot-Anfalls.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Zur Prüfung, ob eine Langzeitsauerstofftherapie (LTOT) eingeleitet oder dauerhaft fortgeführt werden soll.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Zur Prüfung, ob eine außerklinische Beatmung eingeleitet oder fortgeführt werden soll.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Zur Prüfung, ob operative Maßnahmen notwendig sind.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Zur Einleitung von Reha-Maßnahmen.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Zur Durchführung einer strukturierten Schulungsmaßnahme.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Bei Verdacht auf eine berufsbedingte (d. h. durch Gase oder Stäube am Arbeitsplatz verursachte) COPD.Lungenfacharzt oder qualifizierte Einrichtung
    Bei Begleiterkrankungen wie z. B. schweres Asthma bronchiale, ausgeprägte Herzschwäche, andere chronische Lungenkrankheiten.Zuständiger Facharzt
    Sofort bei potenziell lebensbedrohlicher Atemnot.Krankenhaus
    Sofort bei schwerer Verschlechterung, die sich trotz Behandlung nicht bessert.Krankenhaus
    Sofort bei Verdacht auf eine schwere Lungenentzündung.Krankenhaus
    Zur Einstellung auf außerklinische BeatmungKrankenhaus

    In manchen Fällen

    • bei auffälliger Verschlechterung
    • bei neu aufgetretenen Komplikationen undFolgeerkrankungen wie schwerer Herzschwäche oderpathologischem („unerklärlichem“) Knochenbruch
    Krankenhaus
    Versorgungsinhalte BKK MedPlus COPD zum Download
    Unterlagen zu COPD
    • COPD-Pass
    • Tagebuch COPD
    • Lungenfunktionspass

    Sollten Sie an einer oder mehreren dieser Unterlagen Interesse haben, senden wir Ihnen diese gerne kostenfrei zu. Schicken Sie uns dafür einfach eine Nachricht über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an der kostenfreien Servicenummer 0800 22 46 255 an.

    Sie möchten am BKK MedPlus-Programm teilnehmen?

    Prüfen Sie über Arztsuche, ob Ihr Arzt am DMP-Programm teilnimmt. Sprechen Sie ihn an – er hat alle notwendigen Unterlagen für die Teilnahme. Nimmt Ihr behandelnder Arzt nicht am DMP teil, kann dies einen Arztwechsel Ihrerseits notwendig machen.