BKK MedPlus Herzinsuffizienz

    Frau mit Asthmaspray in der Natur

    Die chronische Herzinsuffizienz ist die Unfähigkeit des Herzens, den Organismus mit ausreichend Blut und damit mit genügend Sauerstoff zu versorgen, um den Stoffwechsel unter Ruhe- wie unter Belastungsbedingungen zu gewährleisten. Klinisch liegt dann eine Herzinsuffizienz vor, wenn typische Symptome wie zum Beispiel Dyspnoe, Müdigkeit (Leistungsminderung) und/oder Flüssigkeitsretention auf Grund einer kardialen Funktionsstörung bestehen.

    Ihre Versorgung bei Teilnahme am Programm Herzinsuffizienz

    Regelmäßige Behandlungsmaßnahmen bei Herzinsuffizienz

    Wenn Sie am Programm BKK MedPlus Herzinsuffizienz teilnehmen, soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt regelmäßig einige Behandlungsmaßnahmen durchführen:

    Was wird untersucht?HäufigkeitDurchführung durch
    Blutdruckbei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt bzw. medizinische Fachangestellte
    Körpergewicht/ Gewichtsprotokoll:
    Bei einem deutlichen, kurzfristigen Gewichtsanstieg (z. B. mehr als 1 Kilogramm in 24 Stunden oder mehr als 2,5 Kilogramm pro Woche) durch vermehrte Wassereinlagerungen muss ggf. eine Anpassung der Medikation vorgenommen werden.
    bei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt
    Überprüfung der Medikation:
    Damit ggf. notwendige Therapieänderungen oder Dosisanpassungen frühzeitig durchgeführt werden können. 
    bei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt
    Nieren
    Die Nierenfunktion wird durch Berechnung der geschätzten (=estimated) Glomerulären Filtrationsrate (eGFR) auf der Basis des Serum-Kreatinins überwacht
    mindestens halbjährlichHausarzt
    Serum-Elektrolyte (Natrium, Kalium und Kreatinin im Blut):
    Die Werte geben Auskunft über den Wasserhaushalt des Körpers und die Funktion der Nieren.
    mindestens halbjährlichHausarzt
    Begleit- und Folgeerkrankungen:
    (z. B. COPD, Depression, Diabetes mellitus Typ II, Niereninsuffizienz, Schlafbezogene Atmungsstörungen)
    bei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt

    Rauchen:

    • Klärung, ob der Patient raucht
    • Aufzeigen der besonderen Risiken des Rauchens Motivation zum Rauchverzicht
    • Klärung der Bereitschaft zu einem Ausstiegsversuch
    • Angebot professioneller Beratungshilfe, ggf. Teilnahme an einem strukturierten Tabakentwöhnungsprogramm

    bei jedem BKK MedPlus-Termin 

    (Vereinbarung eines Folgetermins in der ersten Woche nach Ausstiegsdatum)

    Hausarzt
    Beratung zum Thema körperliche Aktivität/ SportregelmäßigHausarzt
    Ernährungsberatung
    (gesunde Ernährung bei Herzinsuffizienz)
    Keine Vorgaben – abhängig von den persönlichen UmständenHausarzt
    Prüfung, ob eine Schutzimpfung empfehlenswert ist.bei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt
    Überweisung an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus

    Das Behandlungsprogramm BKK MedPlus Chronische Herzinsuffizienz sieht vor, Sie bei bestimmten Anlässen an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus zu überweisen:

    Wann wird überwiesen?An wen wird überwiesen?
    Beim Fortschreiten der Herzinsuffizienz trotz individuell auf Sie angepasster Therapie.Herzspezialist (Kardiologe) bzw. kardiologisch qualifizierter Internist
    Bei relevanten Verschlechterungen Ihres Zustandes zur Kontrolle mittels Herz-Ultraschall (Echokardiographie)Herzspezialist (Kardiologe) bzw. kardiologisch qualifizierter Internist
    Zur Abklärung, ob eine Herztransplantation notwendig ist.Herzspezialist (Kardiologe) bzw. kardiologisch qualifizierter Internist
    Wenn Sie nicht ausreichend auf die medikamentöse Therapie ansprechen.Je nach Medikament: Kardiologe, kardiologisch qualifizierter Internist, Diabetologe
    Wenn andere Erkrankungen wie z. B. eine Niereninsuffizienz oder eine Depression vorliegenKardiologe, kardiologisch qualifizierter Internist, Nierenfacharzt (Nephrologe), Diabetologe oder Psychiater/Psychotherapeut
    Wenn ein Eingriff zur Therapie erwogen wird oder durchgeführt werden soll (z. B. spezielle Herzschrittmacher (CRT) oder ein Defibrillator (ICD))Herzspezialist (Kardiologe) bzw. kardiologisch qualifizierter Internist oder Krankenhaus, das den Eingriff durchführt
    Bei akuter oder chronischer Dekompensation (Verschlechterung der Symptome oder der Grunderkrankung)Qualifizierte stationäre Einrichtung
    Wenn ein Eingriff zur Therapie durchgeführt wird (z. B. spezielle Herzschrittmacher (CRT) oder Defibrillator (ICD))Qualifizierte stationäre Einrichtung
    Zur Abklärung, ob ein Herzunterstützungssystem notwendig ist, z. B. zur Vorübergehenden Entlastung des Herzmuskels oder zur Überbrückung der Wartezeit auf eine Herztransplantation oder als Alternative zu einer Herztransplantation.Qualifizierte stationäre Einrichtung
    Zur Durchführung einer Herztransplantation.Qualifizierte stationäre Einrichtung
    Bei wiederholtem Einsatz des Defibrillators (ICD)Qualifizierte stationäre Einrichtung
    Bei Neuauftreten und Dekompensation von Begleiterkrankungen, z. B. bei einer Lungenentzündung, einer akuten Nierenschädigung oder einer schwerwiegenden Stoffwechselentgleisung bei Insulinmangel (Diabetische Ketoazidose)Qualifizierte stationäre Einrichtung
    Versorgungsinhalte BKK MedPlus Herzinsuffizienz zum Download

    Unterlagen zu Herzinsuffizienz

    • Blutdruck-Pass
    • Tagebuch Herzinsuffizienz

    Sollten Sie an einer oder mehreren dieser Unterlagen Interesse haben, senden wir Ihnen diese gerne kostenfrei zu. Schicken Sie uns dafür einfach eine Nachricht über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an der kostenfreien Servicenummer 0800 22 46 255 an.

    CoaguCheck-Schulungen

    Versicherten, die einen künstlichen Herzklappenersatz, häufiges Vorhofflimmern oder eine angeborene Gerinnungsstörung haben, bezuschussen wir CoaguCheck-Schulungen. Patientinnen und Patienten, die am BKK MedPlus-Programm Herzinsuffizienz teilnehmen, erstatten wir sogar die gesamten Schulungskosten.

    Sie möchten am BKK MedPlus-Programm teilnehmen?

    Prüfen Sie über Arztsuche, ob Ihr Arzt am DMP-Programm teilnimmt. Sprechen Sie ihn an – er hat alle notwendigen Unterlagen für die Teilnahme. Nimmt Ihr behandelnder Arzt nicht am DMP teil, kann dies einen Arztwechsel Ihrerseits notwendig machen.