BKK MedPlus Koronare Herzkrankheit (KHK)

    Ein älterer und ein jüngerer Mann beim Wandern, der ältere benötigt eine Pause und fasst sich ans HerzKHK" />

    Die Koronare Herzkrankheit (KHK) schreitet im Verlauf von Jahren bis Jahrzehnten fort. Eine Beseitigung der Ursache, also eine Entfernung der Ablagerungen in den betroffenen Gefäßwänden, ist nicht möglich. Eine gute medizinische Versorgung hilft Ihnen jedoch dabei, Komplikationen und Folgeschäden der mangelnden Sauerstoffversorgung des Herzmuskels zu vermeiden. 

    Versorgung bei Teilnahme am Programm KHK (Koronare Herzkrankheit)

    Regelmäßige Behandlungsmaßnahmen mit KHK (Koronare Herzkrankheit)

    Wenn Sie an BKK MedPlus KHK teilnehmen, soll Ihr Arzt regelmäßig einige der nachfolgend beispielhaft zusammengefassten Behandlungsmaßnahmen durchführen.

    Die vollständigen Versorgungsinhalte sind in der DMP-Anforderungen-Richtlinie geregelt.

    Was wird untersucht?HäufigkeitDurchführung durch
    Blutdruckbei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt bzw. medizinische Fachangestellte
    Blutfette (LDL-Cholesterin)mindestens 1 x jährlich und bei BedarfHausarzt
    Nieren: Bei Verordnung von renal eliminierten Arzneimitteln soll bei Patientinnen oder Patienten ab 65 Jahren die Nierenfunktion durch Berechnung der geschätzten (=estimated) Glomerulären Filtrationsrate (eGFR) auf der Basis des Serum-Kreatinins überwacht werden.mindestens 1 x jährlichHausarzt
    Bestimmung der individuellen Risikofaktoren für Herzinfarkt (z. B. Bluthochdruck, Alkoholkonsum, Adipositas).mindestens 1 x jährlichHausarzt
    Begleit- und Folgeerkrankungen (z. B. Fettstoffwechselstörung, chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Diabetes mellitus)bei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt
    Überprüfung, ob eine psychische Begleiterkrankung vorliegt (z. B. Depression) und ob eine Behandlung bei einer Spezialistin oder einem Spezialisten erforderlich ist.keine Vorgaben – möglichst bei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt

    Rauchen:

    • Klärung, ob die Patientin oder der Patient raucht
    • Aufzeigen der besonderen Risiken des Rauchens
    • Motivation zum Rauchverzicht
    • Klärung der Bereitschaft zu einemAusstiegsversuch
    • Angebot professioneller Beratungshilfe, ggf. Teilnahme an einem strukturierten Rauchentwöhnungsprogramm

     

     

    bei jedem BKK MedPlus-Termin

    (Vereinbarung eines Folgetermins in der ersten Woche nach Ausstiegsdatum)

    Hausarzt
    Beratung zum Thema körperliche Aktivität/Sport.regelmäßigHausarzt
    Ernährungsberatung (gesunde Ernährung bei KHK), Beratung bei notwendiger Gewichtsreduktion.keine Vorgaben – abhängig von den persönlichen UmständenHausarzt
    Berücksichtigung der psychosozialen Situation: Überprüfung, ob die Patientin oder der Patient von psychotherapeutischen Leistungen profitieren kann.regelmäßigHausarzt
    Prüfung, ob eine Schutzimpfung empfehlenswert ist.bei jedem BKK MedPlus-TerminHausarzt
    Überweisung an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus

    Das Behandlungsprogramm BKK MedPlus KHK sieht vor, Sie bei bestimmten Anlässen an Spezialisten bzw. ins Krankenhaus zu überweisen.

    Wann wird überwiesen?An wen wird überwiesen?
    Wenn erneut Angina-Pectoris-Beschwerden („Herzenge-Gefühl“) auftreten oder wenn sie zunehmen.Herzspezialist (Kardiologe) bzw. kardiologisch qualifizierter Internist
    Wenn erstmals eine Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen auftreten.Herzspezialist (Kardiologe) bzw. kardiologisch qualifizierter Internist
    Wenn andere Erkrankungen wie z. B. eine fortschreitende chronische Nierenkrankheit oder eine Depression vorliegen.Kardiologe, kardiologisch qualifizierter Internist, Nierenfacharzt (Nephrologe), Diabetologe oder Psychiater/Psychotherapeut
    Wenn andere kardiologische Erkrankungen vorliegen (z. B. an den Herzklappen).Kardiologe, kardiologisch qualifizierter Internist
    Wenn ein Eingriff zur Diagnose oder Therapie erwogen wird oder durchgeführt werden soll (z. B. Herzkatheter).Kardiologe oder Krankenhaus, das Katheter-Untersuchungen durchführt
    Wenn Sie nicht ausreichend auf die medikamentöse Therapie ansprechen.je nach Medikament: Kardiologe, kardiologisch qualifizierter Internist oder Diabetologe
    Bei medizinisch notwendiger Schulung wegen Bluthochdruck oder zur Selbstmessung der Blutgerinnung.wenn der koordinierende Arzt nicht selbst schult, Ärzte mit entsprechender Schulungsqualifikation
    Bei Verdacht auf akutes Koronarsyndrom.qualifizierte stationäre Einrichtung
    Bei Verdacht auf lebensbedrohliche Dekompensation von Folge- und Begleiterkrankungen (z. B. Hypertonie, Herzinsuffizienz, Rhythmus-Störungen, Diabetes mellitus)qualifizierte stationäre Einrichtung
    Versorgungsinhalte BKK MedPlus KHK zum Download

    Unterlagen zu KHK

    • Blutdruck-Pass
    • Tagebuch Herzinsuffizienz

    Sollten Sie an einer oder mehreren dieser Unterlagen Interesse haben, senden wir Ihnen diese gerne kostenfrei zu. Schicken Sie uns dafür einfach eine Nachricht über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an der kostenfreien Servicenummer 0800 22 46 255 an.

    CoaguChek

    Wir bezuschussen CoaguChek-Schulungen bei Versicherten, die einen künstlichen Herzklappenersatz, häufiges Vorhofflimmern oder eine angeborene Gerinnungsstörung haben. Patienten, die am BKK MedPlus-Programm KHK teilnehmen, erstatten wir  sogar die gesamten Schulungskosten.

    Sie möchten am BKK MedPlus-Programm teilnehmen?

    Prüfen Sie über Arztsuche, ob Ihr Arzt am DMP-Programm teilnimmt. Sprechen Sie ihn an – er hat alle notwendigen Unterlagen für die Teilnahme. Nimmt Ihr behandelnder Arzt nicht am DMP teil, kann dies einen Arztwechsel Ihrerseits notwendig machen.