Sonnenschutz

    Frau mit Hut im Park, die sich mit Sonnencreme vor der Sonne schützt

    UV-Strahlung gilt als wichtigster Risikofaktor für fast alle Hautkrebsarten. Ein bewusster Umgang mit der Sonne ist deshalb der wichtigste Schritt, um die Haut langfristig gesund zu erhalten. Denn UV‑Strahlen wirken nicht nur bei intensivem Sonnenbaden, sondern auch im Alltag – etwa beim Spaziergang, Sport oder Arbeiten im Freien. 

    Zu einem wirksamen Sonnenschutz gehören schattige Aufenthaltsorte, schützende Kleidung sowie die regelmäßige Anwendung von Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor. Besonders Kinder und Menschen mit heller Haut sollten ihre Haut konsequent vor Sonne schützen, da UV‑Schäden das Risiko für Hauterkrankungen erhöhen können.

    Beachten Sie diese Tipps zum Sonnenschutz

    Hand mit Sonnencreme darauf
    • Verwenden Sie einen Lichtschutzfaktor, LSF, von mindestens 30 für Ihren täglichen UV-Schutz. Im Wasser oder in Höhen sollte es ein LSF 50 + sein.
    • Das Produkt sollte auch gegen UVA-Strahlen schützen und ein UVA-Siegel tragen.
    • Laut Bundesamt für Strahlenschutz, BfS, sollte eine 200 ml-Flasche nach ca. fünfmaligem Eincremen des ganzen Körpers eines Erwachsenen leer sein; verwenden Sie lieber zu viel Creme als zu wenig.
    • Das Sonnenschutzmittel 30 Minuten vor dem Rausgehen auftragen.
    • Für zusätzlichen UV-Schutz durch Hut, Brille, Kleidung sorgen.
    • Mittagsonne meiden, im Schatten bleiben.

    Achtung: Hautkrebsrisiko

    Weltweit steigt die Zahl der Menschen, die am Melanom erkranken, und das vor allem dort, wo hellhäutige Menschen starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Aber auch Menschen mit dunklem Hautton können an Hautkrebs erkranken und müssen ihre Haut gut schützen. Wird Hautkrebs früh diagnostiziert, sind die Heilungschancen hoch. Etwa zwei Drittel der Melanome werden in einem noch frühen Tumorstadium erkannt.

    Fachleute unterscheiden zwischen weißem Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom) und schwarzem Hautkrebs (Melanom). Es gibt auch weitere, seltenere Formen wie das Merkelzellkarzinom.

    Weißer Hautkrebs:

    •  häufigste Krebserkrankung in Deutschland

    • entsteht vor allem an sonnenexponierten Hautstellen (z. B. Gesicht, Ohren, Kopfhaut)

    • meist gut behandelbar, oft reicht ein operativer Eingriff

    Schwarzer Hautkrebs (Melanom):

    • seltener als weißer Hautkrebs, aber aggressiver

    • bildet sich bei Frauen oft an Beinen oder Hüfte, bei Männern am Rumpf

    • eine OP reicht oft nicht aus

    Risikofaktoren

     

    • UV-Strahlung (Sonne, Solarien, medizinische Geräte)

    • Heller Hauttyp, genetische Veranlagung, Muttermale

    • vorangegangene Hautkrebserkrankung

    • mit zunehmenden Jahren steigt die UV-Schädigung

    • chronische Hautveränderungen, Narben, geschwächtes Immunsystem

    • langanhaltender Kontakt mit krebserregenden Stoffen (Arsen, Teer, Tabak)

    • bestimmte Medikamente, z. B. Immunsuppressiva

    ABCDE-Regel

    ABCDE-Regel

    Die Haut mit ihren Leberflecken verändert sich über die Jahre. Suchen Sie deshalb Ihre Haut regelmäßig aufmerksam nach Veränderungen ab. Schauen Sie auch etwa hinter Ohren oder zwischen Fußzehen nach. Nutzen Sie dafür die ABCDE-Regel der Deutschen Krebsgesellschaft. Gehen Sie zum Arzt oder zur Ärztin, wenn Sie eine Veränderung bemerken.

    Asymmetrie

    Der – neue oder bestehende – Leberfleck hat eine ungleichmäßige Form entwickelt.

    Begrenzung

    Der Rand des Leberfleckes ist gezackt, verwaschen, uneben oder rau.

    Color (deutsch: Farbe)

    Rosa, Grau, Braun, Schwarz: Es kommen mehrere Farben in einem Leberfleck zusammen.

    Durchmesser

    Der Leberfleck hat mehr als 5 Millimeter Durchmesser oder eine Halbkugelform.

    Erhabenheit

    Der Leberfleck ragt mehr als einen Millimeter über das Hautniveau hinaus und/oder hat eine raue und schuppende Oberfläche.

    Für alle ab 15 Jahren

    Hautkrebs-Screening

    Bei einem Hautkrebs-Screening werden 2 von 3 Melanomen im Frühstadium erkannt. Nutzen Sie unser Vorsorgeangebot. BAHN-BKK-Versicherte können sich bereits ab 15 Jahren alle 2 Jahre kostenfrei bei unseren Vertragsärztinnen und -ärzten auf Hautkrebs untersuchen lassen.